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Der Verein, die Macher, Fakten und Historie von MP...

Was ist MP?

VP2 Filmseite

Obwohl formal ein eingetragener Verein, handelt es sich bei Mania Pictures eher um eine "Interessengemeinschaft" von jüngeren und – wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen – langsam älter werdenden Menschen, die beschlossen haben, ihre Freizeit abseits von verwerflichen Dingen in kreatives Treiben – genauer: in den Prozess des Filmemachens – zu investieren. Wichtig ist vor allem der "Spaß an der Freud".

MP dreht nicht die im Amateurbereich weit verbreiteten Kurzfilme, Geschichten mit Arthouse-lastigem Inhalt, Horror-/Splatterfilme mit Homevideo-Look oder Fanfilme nach dem Vorbild großer SciFi- und Fantasy-Sagas, sondern hat seine Nische im abendfüllenden Spielfilm mit Mainstream-Gehalt gefunden.

Da die Crew im Gegensatz zu manch anderen Amateurfilmgruppen aber nicht nur für sich selbst Filme produziert, sondern auch ihr Publikum bedienen will, hat der Verein gleich einen doppelten Grund, sich stetig weiter zu entwickeln: Zum einen wollen sich die Macher natürlich selbst einfach immer weiter verbessern, zum anderen ihrem Publikum immer besser gemachte Filme präsentieren. Daher verspürt inzwischen wohl jeder einzelne im Team den Ehrgeiz, mehr als nur ein einigermaßen gutes Werk vorzulegen. Denn mit dem Erfolg sind natürlich auch die Zuschauererwartungen gewachsen, und jedes Jahr wird die Latte ein bisschen höher gelegt.

2008 feierte der Verein sein fünfzehnjähriges Bestehen, wobei es Mania Pictures als nicht eingetragenen Verein schon ein paar Jährchen länger gibt. Regisseur und Frontmann Armin Schnürle beging im selben Jahr sein 20jähriges Dienstjubiläum als aktiver Filmer.

In den Jahren, in denen TATORT CALW entstand, hat sich ein harter Kern vor und hinter der Kamera formiert. Ohne diesen wären Produktionen in der Größenordnung der aktuellen VILLAGE PEOPLE-Filme gar nicht mehr vorstellbar, denn mittlerweile ist das Hobby der Feierabendfilmer zu einer Aufgabe geworden, die einen ganzjährigen Produktionsprozess erfordert und die Filme hervorbringt, die inzwischen im ganzen deutschsprachigen Raum gesehen werden.

HV 2010

2009 war mit TOTGESAGTE LEBEN LÄNGER, einer Zweitversion von VILLAGE PEOPLE – JUNGS VOM DORF, zum ersten Mal eine Produktion bundesweit in Videotheken und auf DVD erhältlich; und zwar so erfolgreich, dass Mania Pictures 2010 mit VILLAGE PEOPLE – AUF DER JAGD NACH DEM NAZIGOLD gleich nachlegte und erst mit VILLAGE PEOPLE – VOLL PORNO! die Schweinbach-Trilogie im Frühjahr 2011 abschloss.

2012 gab es keinen neuen MP-Streifen, als "Premierenfeier-Ersatz" wurde dafür das "Calwer Filmfeschtle" ins Leben gerufen. Hier konnten die Gäste einen Blick auf die MP-Werke der letzten 20 Jahre werfen konnten, bevor mit HERZLOS und TATORT CALW: HEXENSABBAT gleich zwei neue Projekte in Angriff genommen wurden.

TATORT CALW: HEXENSABBAT wurde im Sommer 2012 abgedreht und feiert am 8. März 2013 Premiere; für HERZLOS laufen zwar aktuell auch bereits Dreharbeiten, die Fertigstellung des Projekts ist allerdings erst für 2014 geplant.

Neben den beiden Langfilmen hat sich Mania Pictures im Herbst/Winter 2012 auch zum ersten Mal ernsthaft an ein Kurzfilmprojekt herangewagt, mit dem Titel DIE ROTKÄPPCHEN UND DER WOLF. Teampremiere feierte der Streifen bereits Ende 2012. der Öffentlichkeit wird er zum erstem Mal bei der HEXENSABBAT-Premiere präsentiert. Er wird etwas "anders" sein als das bisherigen Produktionen und wir sind auf die Reaktionen des Publikums gespannt.

HERZLOS, vielleicht auch ROTKÄPPCHEN 2 – Pläne für die nähere Zukunft gibt es also noch einige. Wo es danach hingeht, weiß niemand. Nur eines ist sicher: mit diesem Team werden wir auch in Zukunft in der Lage sein, neue Projekte zu stemmen.

pfeil

Die Macher

CREW

(hauptsächlich hinter der Kamera tätig, manchmal aber auch davor...)

Armin Schnürle

Armin Schnürle

ist seit 1987 im harten Business der Amateurfilmerei tätig und Gründungsmitglied, Vereinsvorsitzender und Spiritus Rector von MP. Weiter zeichnet er sich verantwortlich für Drehbücher, Regie, Kamera, Schnitt... und ist "nebenberuflich" übrigens noch als Banker tätig. Seine Standardsätze sind "Dauert noch ne halbe Stunde", "Noch eine zur Sicherheit", "Und noch ein letztes Mal".

Hauptaufgaben: Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktionsleitung/Organisation, Vereinsvorstand, Auftragsarbeiten

Alex Bross

Alex Bross

hatte seinen ersten MP-SEK-Einsatz schon bei TATORT CALW. Bei OPFER erwies sich der damalige Dauerstudent als fähiger Assi für Alles und ist zuverlässig, engagiert und (fast ;-) bei jedem Dreh dabei. Außerdem liefert er diverse graphische Elemente wie Beschilderungen, Displays und Plakat-Design, hat auch noch gute Connections zum Hebebühnenverleih und als ehemaliger Vorführer zu fast jedem Kino im Umkreis – allein deshalb können wir es uns nicht mit ihm versauen.

Hauptaufgaben: Produktions-/Aufnahmeleitung, Kamera-/Licht-Assistenz, Design/VFX, Homepage/Webpräsenz, Darsteller, Vereinsvorstand, Veranstaltungsbetreuung

Stefffen Benesch

Steffen Benesch

ist während der Dreharbeiten eine der wesentlichen Stützen hinter der Kamera. Neben seiner Funktion als zweiter Vereinsvorsitzender ist "Herr Bönisch" beim Dreh Tonangler und Setassistent #1. In die MP-Filmgeschichte wird er außerdem als ewiger "Revierleiter Berger" eingehen.

Hauptaufgaben: Tonangler, Kamera-/Set-Assistenz, Darsteller, Vereinsvorstand

Jens Gackenheimer

Jens Gackenheimer

absolvierte seinen ersten MP-Auftritt bereits 1996 als russischer Killer und stieg bei OPFER sowohl vor als auch hinter der Kamera wieder voll ein. Seine handwerkliche Begabung hat uns in vielerlei Hinsicht den "Arsch" gerettet, zum Beispiel fand er während DIE HOLLYWOODMORDE trotz Prüfungen an der Uni noch Zeit, den Badischen Hof filmisch wieder vorzeigbar zu machen: Einer der Standardsätze bei MP: "Jens! Bau mal was!!"

Hauptaufgaben: Bauten, Design, Setfotos, Organisation, Darsteller

Rasmus Muttscheller

Rasmus Muttscheller

ist der Mann, der TATORT CALW ins Fernsehen brachte. Zwar liefen DIE HOLLYWOODMORDE bisher "nur" im Regionalfernsehen, aber wer weiß, was noch kommt. Außerdem hat er als Profi bei SEK CALW zum ersten Mal dafür gesorgt, dass wir ordentliche Pressekonferenzen abhielten und so bei MP für eine professionellere Herangehensweise und einen höheren Bekanntheitsgrad – vor allem Richtung Stuttgart – gesorgt.

Hauptaufgaben: Pressekontakt und -termine, Organisation, Darsteller

Marc Weckenmann

Marc Weckenmann

stieß bei VILLAGE PEOPLE als Statist zu Mania Pictures und ist seit VOLL PORNO wichtiger Teil des Teams hinter der Kamera. Für diese zeichnet es sich verantwortlich, ebenso für die Lichtsetzung. Mit seinen Versuchen im Schwäbischen trägt er auch gern zu Erheiterung des Teams bei... ;-)

Hauptaufgaben: Kamera, Licht, Technik

Rainer Schuler

Rainer Schuler

Das einzige Mania Pictures-Mitglied, das des schwäbischen Zungenschlages nicht mächtig ist. Das Nordlicht kam vor zehn Jahren nach Calw und schloss sich ziemlich schnell unserem filmverrückten Haufen an. In den Filmen mimt der blonde Hüne den Gangster, den Pathologen und den BND-Ermittler. Und sein Cadillac-Oldtimer war einer der Hingucker in der Village People-Reihe.

Hauptaufgaben: Darsteller, Set-Assistenz, Organisation

Verena Kossbiel

Verena Kossbiel

ist neben Armin das letzte verbliebene MP-Gründungsmitglied. Sie hat sich dieses Jahr aus dem aktiven Filmgeschäft zurückgezogen, war bisher als Produktionshelfer vor Ort und sorgte unter anderem für das leibliche Wohl – eine Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. Zusätzlich war sie lange Zeit mit der undankbaren Aufgabe der Vereinsbuchführung betraut und offiziell Kassier von Mania Pictures e.V.

Hauptaufgaben: Kassier, Vereinsvorstand

CAST

(hauptsächlich vor der Kamera tätig, manchmal aber auch dahinter...)

Stefan Lörcher

Stefan Lörcher

ist das schauspielerische "MP-Urgestein", das nach Jahren als Bad Guy seit TATORT CALW die Helden mit kleinen Schwächen geben darf. Dass er in dieser Rolle ganz offiziell "schwäbeln" kann, versüßt ihm die Sache ungemein und auch das Publikum weiß das offensichtlich zu schätzen. Sein Alter Ego Karl Jäger wurde sogar so sehr geliebt, dass wir die Figur nach dem Ende von TATORT CALW reaktivieren und ihr für die VILLAGE PEOPLE-Filme sogar noch den Bruder Heinz Jäger nachfolgen lassen "mussten" ;-). Als Calwer Stadtrat bekannt wie ein bunter Hund ist Stefan unser Publikumsmagnet Nr. 1, als Darsteller außerdem tätig im Mundarttheater "Maurich". Very professional.

Frieder Pfeiffer

Frieder Pfeiffer

ist seit BODYCOUNT dabei und komplettierte bei TATORT CALW das Triumvirat der "Leading actors". Was Cathrin für das männliche Geschlecht, dass ist unser Frieder für die Zielgruppe der weiblichen Teenies. Durch die athletische Statur abonniert auf die Rolle des romantischen Actionhelden, beschwert sich der begabte Sänger ständig über seine Softierollen. Sorgt durch durch seine hyperaktive, manchmal schon an Tollpatschigkeit grenzende Art ständig für Action am Set. Gute-Laune-Mensch – "Der geht sowas von überhaupt!"

Markus Kiefer

Markus Kiefer

ist abgesehen von Stefan unser längstgedienter Darsteller, der sich gleich mit der ersten Rolle als fieser Zuhälter in KILLER in unsere Herzen spielte. Seine nicht zu leugnende schauspielerische Begabung prädestiniert ihn für die extravaganten Bad Guy-Rollen. Unvergessen ist seine Darstellung des irren Serienkillers "Thomas" in BODYCOUNT. Außerdem trägt der Kieferator (in Island auch als "Düsjonnson" bekannt) regelmäßig dazu bei, dass sich unser Sprachschatz stetig erweitert.

Saskia Stöss

Saskia Höfle

stand bis VP1 noch als Saskia Stöss im Abspann und ist seit BODYCOUNT dabei. Sie gibt nach einigen Nebenrollen seit TATORT CALW – dort zeigte sich auch ihre schauspielerische Begabung – sowohl Rollen des bösen Luders als auch die des unschuldigen "love interest". Das attraktive Äußere verleitet den Drehbuchautor immer wieder zur Zuordnung von heißen Liebesszenen, die sie jedoch mit Bravour meistert. Woran sie aber eindeutig noch arbeiten muss, ist die Ausmerzung ihres badischen Akzents – nicht aber bei den VILLAGE PEOPLE-Filmen. Denn hier wurde er sogar zum Stilmittel erhoben... Seit 2013 ist sie außerdem zusätzlich Finanzchefin von MP und mit der Buchführung des Vereins betraut.

Valentin Heß

Valentin Heß

ist durch seine Tendenz, die Welt zu bereisen, leider nicht so oft vor Ort, wie wir gerne hätten. Seine erste Rolle hatte er in FALLEN ANGEL als "Weizenzombie" John. In der TATORT-Reihe war er nur in kleineren Rollen zu sehen, aber seit SEK Calw ist er wieder voll am Start und bei den VILLAGE PEOPLE-Filmen einer der "Leading Actors".

Andi Pfeiffer

Andreas Pfeiffer

spielte sich von einer Leiche in 5 VOR 12 über einen Koma-Patienten in SEK CALW zu einer der Hauptrollen in VILLAGE PEOPLE hoch, wo er durch sein "Boxerface" auch gleich die Figur des Rolandinho zum Kult werden ließ. Außerdem ist er einer der "Schweinbach-Buam" und seit Village People 2 auch Mitlieferant für den Soundtrack.

Cathrin Di Stefano

Cathrin Di Stefano

stand bis DIE HOLLYWOODMORDE als Cathrin Benesch im Abspann. Sie war seit BODYCOUNT weibliche Dauerhauptbesetzung und durch ihren Bekanntheitsgrad als (inzwischen ehemalige) Tanzlehrerin und ihr – sagen wir mal – nicht ganz unattraktives Äusseres außerdem Zugpferd für das junge (vor allem männliche) Publikum. Dass der Regisseur diese Tatsache durch leichtbekleidete Rollen auszunutzen versucht, bestreitet dieser jedoch vehement.

Lucia Schlör

Lucia Schlör

ist die einzige "echte" Vollprofidarstellerin bei MP, die durch einen netten Zufall zu uns stieß. Sowohl ihre nicht nur für unsere Verhältnisse schauspielerische Begabung als auch ihre seeeehr nette Art, die es nahezu der gesamten männlichen Crew ziemlich angetan hat, lassen uns natürlich auf weitere Zusammenarbeit hoffen.

Oliver Höfle

Oliver Höfle

übernimmt immer öfter die eine oder andere Sprechrolle. Seit seiner Rolle in OPFER stellt man sich bei Mania Pictures allerdings die Frage, ob er wohl jemals wieder aus dem Gültlinger See auftauchen wird...

pfeil

Verein & Fakten

Name des Vereins:
Mania Pictures e.V.
amtierender Vorstand:
Armin Schnürle (1. Vorsitzender)
Steffen Benesch (2. Vorsitzender)
Saskia Höfle (Kassier)
Alex Bross (Schriftführer)
Gründungsdatum:
12. September 1993
Mitglieder (aktiv und passiv):
50
Produzierte Langfilme:
17
Mitmachen bei MP

Natürlich suchen wir auch immer nach motivierten Filmbegeisterten, die unser Team unterstützten wollen. Egal ob hinter der Kamera oder als Schauspieler, egal ob aktiv als Crewmitglied oder nur passiv: Grundsätzlich ist jeder bei uns willkommen, der gerne Filme sieht, ins Kino geht und als Teil eines Teams etwas eigenes auf die Beine stellen will.

Erfahrungen im Bereich Film sind keine Voraussetzung, für eine engagierte Mitarbeit aber von Vorteil. Für die Mitarbeit an einem Projekt ist die Mitgliedschaft im Verein keine Voraussetzung. Also einfach mal melden, beim Dreh vorbeikommen und mitmachen. Wir beißen nicht ;-)

Mitgliedschaft

Wer einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen möchte, kann sich einfach hier bei uns melden.

Die Satzung steht hier als PDF-Download zur Verfügung.

pfeil

Die Historie - Eine kurze Mania Pictures-Geschichte

Die Zeit vor Mania Pictures e.V.

Es war einmal ein Jugendlicher, der – im Gegensatz zu seinen Freunden – in jungen Jahren nie ins Kino durfte. Sobald seine Eltern jedoch nicht mehr all seine Schritte überwachen konnten, rächte er sich fürchterlich. Im Laufe der Jahre schaute er tausende von Filmen an, im Fernsehen, auf Video und im Kino. In Spitzenzeiten ging er über 20 mal pro Monat in dunkle Kinosäle, solange, bis er sich schließlich selbst dazu berufen fühlte, Filme zu machen. Ende der 80er Jahre war es noch nicht üblich, in jedem Haushalt eine Videokamera vorzufinden, deshalb schloss er sich mit einem Freund zusammen und drehte im Jahr 1987 den ersten Filmversuch namens BOGYMAN, eine 1:1 Nacherzählung seines Lieblingshorrorfilms HALLOWEEN.

Der junge Mann, den wir der Einfachheit halber mal Armin nennen, besuchte zu dieser Zeit das Hermann Hesse-Gymnasium und hatte nachmittags und in den Ferien genug Zeit, um sich seinem Hobby zu widmen. Viele seiner Klassenkameraden ließen sich breitschlagen, in den kruden Werken mitzuwirken. Da die Amateurfilmerei zu jenen Zeiten nicht gerade sehr verbreitet war, waren die Zuschauer glücklicherweise auch nicht sehr verwöhnt und ließen die Premiere des Erstlingswerks auf einem Schulfest zu einem vollen Erfolg werden. Flugs machte sich das Team daran, eine Fortsetzung zu drehen, es gab ja schließlich eine fertige Vorlage namens HALLOWEEN 2. Im Rahmen der Projekttage vor den Sommerferien 1988 wurde das Hermann Hesse-Gymnasium zu einem Krankenhaus umfunktioniert und die Dreharbeiten konnten beginnen. Zwar war auch dieser Teil nicht ohne Erfolg (sofern man dies so nennen kann), doch die Probleme eines Sequels waren schon damals nicht zu übersehen.

Im darauf folgenden Jahr wurde erstmals eine eigene Geschichte verfilmt – UNDERCOVER, die zum Teil in London spielte, zufälligerweise auch das Ziel einer Schulexkursion. Zu dieser Zeit stieß erstmals das zweite Mania Pictures-Gründungsmitglied, Michael "Cossy" Kossbiel zum "Schnürle-Film-Club". Nach dem Abi rief das Berufsleben, trotzdem begannen Ende des Jahres die Dreharbeiten zu PENTAGRAMM, einem Serienkilleractiontrash, der Anfang 1991 erstmals im "größeren" Rahmen im Jugendhaus Calw uraufgeführt wurde. Bei diesem Film gabs auch erstmals einen eigens komponierten Soundtrack von Peter Fiedler, der das damalige Triumvirat der Calwer Filmer vervollständigte.

Mit der Zeit stiegen die Ansprüche und auch der betriebene Aufwand. Ein erstes, kleines Highlight stellte dann 1992 MANTA COP, eine Blödelactionkomödie dar, bei der erstmals die Vorliebe zur Verschrottung von Autos zum Vorschein kam. Die Premiere im ausverkauften Calwer Kino bleibt bis heute unvergessen. Trotz aller technischen und inhaltlichen Unzulänglichkeiten wusste das lokale Publikum den betriebenen Einsatz aller Beteiligten zu würdigen. Im Jahr 1993 schließlich planten Cossy und Peter Fiedler ein ambitioniertes Projekt, das zum ersten mal eine "ernsthafte" Geschichte, ein Jugenddrama um unerfüllte Träume, Musik und Drogen erzählen sollte. Erst nach Beendigung einer "traumatischen" Beziehungskiste stieß Armin Schnürle zum Projekt und schöpfte aus dem Trennungsfrust kreatives Storypotenzial (ja, ja, heute kann man drüber lachen). Alles über TASTENWAHN gibt's unter Projekte.

Die Geburtsstunde des Vereins Mania Pictures e.V.

Im Zusammenhang mit den Dreharbeiten beschloss man dann, der ganzen Sache einen formellen Rahmen zu geben und gründete "MANIA PICTURES e.V.". Parallel zur Post-Production von TASTENWAHN gab es noch ein Soloprojekt von Armin Schnürle, eine Fortsetzung von MANTA COP, die man jedoch getrost als die schwächste Produktion bezeichnen kann. Langsam begann die Sache auch tatsächlich Geld zu kosten. TASTENWAHN war der erste Film, der ein Budget von fast DM 10.000,-- verschlang, für damalige Verhältnisse und der Tatsache, dass alles aus eigener Tasche bezahlt werden musste, eine ganze Menge. Der Streifen war jedoch auch der erste, der von der formalen Qualität wirklich einiges zu bieten hatte: Cossy hatte aus einer Fahrradgabel und einem 5m langen Aluträger einen Kamerakran gebaut, um den uns wohl bis zu seinem wohlverdienten Ruhestand im Sommer 2004 sämtliche Amateurfilmgruppen beneidet haben. Auch der restlichen Technik wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt, eine Steadycam und eine neue S-VHS-Kamera wurden angeschafft, zum ersten Mal gab es eine externe Tonaufnahme und Beleuchtung, wenn auch nur mit handelsüblichen 500 Watt-Baustrahlern (die übrigens bis DIE HOLLYWOODMORDE noch ab und zu im Einsatz waren). Wir hatten außerdem die Möglichkeit, das Filmmaterial in einem professionellen Videostudio zu schneiden, vorher gab es nur die alte Von-Videorecoder-Zu-Videorecorder-Methode. In der nahezu ausverkauften Calwer Aula fand die feierliche Premiere statt, der Film wurde vom Publikum angenommen und heftig analysiert.

Bei den folgenden Projekten war sowohl der inhaltliche, als auch der technische Fortschritt jedes Mal zu spüren. Nachdem ZERLIEBT nicht das hielt, was er versprach, besannen wir uns 1996 mit KILLER wieder auf alte Actionqualitäten, die jedoch den formalen Standards der vorangegangenen Filmen standhalten mussten.

Das Jahr 1998 stellte mit der Produktion von BODYCOUNT eine neue Dimension bezüglich Aufwand und Kosten dar. In zwei Wochen mit 30 nahezu ständig anwesenden Darstellern wurde das Calwer Hermann Hesse-Gymnasium belagert, eine bis heute unvergessene Aktion, die jedoch so chaotisch war, dass die technische Hälfte des inzwischen quasi zum Duo geschrumpften Mania Pictures-Teams danach mehr oder weniger ausstieg. Dafür stieß zur selben Zeit mit Wolfgang Hellmich ein sehr aktiver Part zum Verein, der sich vor allem bezüglich Organisation als großes Talent erwies und bis heute so manches Unmögliche möglich machte.

Mit FALLEN ANGEL folgte ein inhaltlich sehr ungewöhnliches Projekt, dessen Entstehungsgeschichte maßgeblich auf einem Sonderangebot von Lufthansa beruht. Die Dreharbeiten rund um die Welt (New York, Paris, London, Spanien) waren eine enorme Herausforderung, ebenfalls die erstmals in diesem Umfang eingesetzten Visual F/X.

Mania Pictures ist TATORT CALW

Nach 13 Jahren des rastlosen Suchens und Ausprobierens kamen wir im Jahr 2000 schließlich mit TATORT:CALW bei unserer Nische an und blieben ihr in den folgenden Jahren auch treu. Zusammen mit den Fortsetzungen TATORT CALW: DAS ZWEITE GESICHT und TATORT CALW: OPFER entwickelte sich so eine Reihe, die 2003/2004 mit TATORT CALW: DIE HOLLYWOODMORDE abgeschlossen wurde. Der Entschluss, sich vom Calwer TATORT zu trennen, fiel nicht leicht und wurde heftig diskutiert. Schließlich schaffte der Verein es mit dieser Reihe, erst über die Stadt-, und dann über die Kreisgrenzen hinaus bekannt zu werden.

Zwischen Calw und Schweinbach war es 5 VOR 12, als das SEK kam...

Den Aufwand in puncto Schauwerten noch weiter zu steigern kam nach furiosen Finalszenen über den Wolken (OPFER) oder mit Panzer (HOLLYWOODMORDE) vorerst nicht in Frage. Mittlerweile hatten die Produktionen auch Ausmaße angenommen, die ohne ein mehr oder weniger festes Team vor und hinter der Kamera überhaupt nicht mehr machbar waren. Der "Schnürle-Film-Club" hatte sich aber auch von einem Triumvirat in ein vielköpfiges Team um den Chef-Maniac Armin entwickelt. Es konnte jetzt also ein würdiger Nachfolger gesucht werden, denn TATORT CALW zu beerben würde nicht einfach sein.

Deshalb nahm man die Gelegenheit wahr und brach aus dem 12-monatigen Produktionszyklus aus, den man sich seit 1998 angewöhnt hatte. Das Team genehmigte sich für den Tatort Calw-Nachfolger zwei Jahre Zeit, um das neue Projekt zu entwickeln. Das Hauptaugenmerk sollte dieses Mal auch auf der Weiterentwicklung einzelner Bereiche wie Drehbuch, Licht, Casting und anderen filmtechnischen Bereichen liegen. Das inhaltliche Konzept des Films war eine Mischung aus dem, was die Zuschauer an TATORT CALW liebten, und neuen und bisher ungewohnten Ideen, sowohl story-, als auch filmtechnisch. Und das Konzept ging auf. 5 VOR 12 wird 2006 von den meisten als der beste Film angesehen, den MP – bis dato ;-) – produziert hatte.

Unter dem Arbeitstitel SEK CALW machte sich der Verein darauf an ein Projekt, das 2007 in die Kinos kommen sollte. Wieder ging es vom Genre her in eine ähnliche Richtung wie bei den Vorgängern. Doch als der Film dann ins Kino kam, stellten die geneigten Zuschauer überrascht fest, dass die Macher dieses Mal (für ihre Verhältnisse) fast schon sparsam mit Action und Schauwerten umgegangen waren und sich dafür mehr auf die Story konzentriert hatten. Ein Schritt, der vom Publikum einhellig begrüßt wurde.

Die Jungs vom Dorf sind da!

Ermuntert vom Erfolg der stilistischen Abkehr von den Tatort-Filmen entwickelte der Verein 2007 das Projekt VILLAGE PEOPLE – JUNGS VOM DORF. Das Genre wurde als "Agrar-Thriller" oder als "Lachfilm" beschrieben. Zwar mischten die Macher wieder Action und Komödie, dieses Mal allerdings nicht mit Calw als Hauptspielort, sondern einem fiktiven kleinen Schwarzwalddorf namens Schweinbach. Noch mehr als bisher verschrieb sich dieser Ensemblefilm dem schwäbischen Dialekt. Und zum zweiten Mal schien es, als ob der Film eine besondere Nische gefunden hätte. Die Zuschauer feierten die JUNGS VOM DORF überschwenglich und machten die Produktion innerhalb von 6 Wochen zum erfolgreichsten MP-Film überhaupt.

Da VILLAGE PEOLPE sowohl bei der Crew als auch beim Publikum sehr gut ankam, entschlossen wir uns, eine Fortsetzung zu drehen. Nachdem wir für VP1 sehr viel Mühe in die Entwicklung der Figuren und des Settings gesteckt hatten, waren uns diese schon ans Herz gewachsen und wohl vertraut; so konnten wir uns bei VILLAGE PEOPLE – AUF DER JAGD NACH DEM NAZIGOLD auch den technischen Verbesserungsmöglichkeiten zuwenden. Zum ersten Mal auf HDV gedreht erzählt der zweite Teil der Schweinbach-Saga eine fast schon abstruse Geschichte, die trotz anfänglicher Skepsis im Team bei der überwältigenden Mehrheit der Zuschauer ankam, so dass uns auch 2009/10 attestiert wurde: der bisher beste Film!

2011 stand die Vollendung der Village People-Trilogie an. Mit VILLAGE PEOPLE – VOLL PORNO wurde eine Geschichte realisiert, bei der für manche schon allein der Titel etwas zu provokant war, so dass sich die Macher nicht sicher sein konnten, ob überhaupt jemand ins Kino kommen würde. ;-) Viele Diskussionen im Team und in der Fangemeinde weckten natürlich Bedenken, aber der Premierentag zeigte: Sie waren nicht gerechtfertigt, und der Film – wieder im Bereich Action/Komödie angesiedelt und nicht wie befürchtet ein "Erwachsenenfilm" – wurde begeistert angenommen.

Schweinbach im Rückspiegel – oder doch nicht?

Eines der letzten Bilder im dritten VILLAGE PEOPLE-Teil zeigte das Ortsausgangsschild von Schweinbach – und deutete an, dass es auch für Mania Pictures Zeit war, das beschauliche Schweinbach zu verlassen. Da nun wieder eine Filmreihe abgeschlossen wurde, bot sich für das Team 2011 die Gelegenheit, durchzuatmen und sich neuen Ideen zuzuwenden. Viele wurden entwickelt, unter anderem ein Organhandel-Thriller unter dem Arbeitstitel HERZLOS, der vom gewohnten Mania-Stil der vergangenen Jahre abweichen sollte. Da sich die Vorproduktion aber als zu auswendig herausstellte, und man aber nach dem Jahr Pause im Sommer 2012 auf jeden Fall wieder drehen wollte, entwickelte Mania Pictures kurzerhand TATORT CALW – HEXENSABBAT. Wie der Titel schon verrät, greift das Projekt die alte Filmreihe wieder auf, ohne sie jedoch direkt fortzusetzen. Neudeutsch würde man es als "Reboot" bezeichnen ;-) Und auch ein kleines, namentlich bekanntes Dorf in den Wäldern rund um Calw wird eine Rolle spielen... Die Premiere steht kurz bevor und wir sind gespannt, wie unser Publikum auf die Rückkehr der Komissare Jäger, Kraft und Hoffmann reagieren wird. Ebenso wird ein weiteres Experiment namens "DIE ROTKÄPPCHEN UND DER WOLF" öffentlich uraufgeführt; eine Produktion, die als Test für diverse Filmtechnik begann und als erstes eigenes MP-Kurzfilmprojekt endete. Und weil das alles nicht genug war, wurden parallel zu HEXENSABBAT dann noch gleich die Dreharbeiten zu HERZLOS begonnen. Der Hauptteil wird allerdings erst 2013 abgedreht.

Und so geht es weiter:

HERZLOS soll 2014 das Licht der Filmtheater erblicken, Kurzfilme und das Repertoire der MP-Crew aufgenommen werden. Man sieht also: hinter den Kulissen wird kräftig gewerkelt – an neuen Geschichten und neuen Herausforderungen. Und auch bei den nächsten Projekten wird wieder versucht werden, die Latte etwas höher zu legen, um das Unmögliche möglich zu machen. Verschrieben haben wir uns nämlich Filmen aus der Mainstream-Ecke, die vom Aufwand her eigentlich Profis überlassen bleiben müssten. Aber es den Profis überlassen? Wer will das schon...

pfeil